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Brustkrebs Unterstützung Breast Care Nurse
Frauengesundheit

Unterstützung bei Brustkrebs: Breast Care Nurse Beata Jensen im Interview

27.1.2026
Avatar von Sonja Baulig
Sonja Baulig
2 Minuten

Breast Care Nurses sind speziell ausgebildete Krankenschwestern, die Frauen mit Brustkrebs zur Seite stehen. Beata Jensen vom Universitätsklinikum in Kiel ist eine von ihnen und erklärt ihre Arbeit im Interview:

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Foto: Shutterstock.com

Interview mit Breast Care Nurse Beata Jensen

Die Diagnose Brustkrebs ist für Frauen erst einmal ein Schlag. Wie helfen Sie?

JENSEN Wenn die Patientin es wünscht, findet der erste Kontakt mit mir schon gleich nach der Biopsie im Brustzentrum statt. Von da an begleite ich sie während der gesamten Therapie, mache ihr vor allem Mut und kläre sie ganz genau über die Behandlungsschritte auf. Denn es ist wichtig, dass die Patientin lernt, ihre Erkrankung zu verstehen. Das kann ihr auch die Angst nehmen.

Werden die Patientinnen denn nicht von den Ärzten aufgeklärt?

Doch, natürlich. Aber aus Studien weiß man, dass Frauen beim ersten Gespräch mit dem Arzt vor allem große Angst haben und wie unter Schock stehen. Sie speichern gerade einmal 20 Prozent dessen ab, was ihnen dort erzählt wird. Wenn sie dann etwas später bei mir im Büro sitzen, fällt die Anspannung ab, oft fließen auch Tränen. Erst wenn die Patientin dafür bereit ist, erläutere ich ihr die Details noch einmal ganz in Ruhe. Ich will ihr das Gefühl geben, dass sie mit mir jemanden an ihrer Seite hat, den sie jederzeit ansprechen kann.

Gibt es auch eine Unterstützung nach dem Ende der Therapie?

Die Krankheit ist ein sehr großer Einschnitt im Leben der Frauen. Auch wenn die Behandlung zu Ende ist, beschäftigt sie das Thema Brustkrebs weiterhin. Die Angst, noch einmal zu erkranken, treibt sie um. Auch dann werden die Patientinnen nicht allein­gelassen, denn ich kann sie an speziell ausgebildete Psycho-Onkologinnen verweisen.

Was noch?

Zudem empfehle ich immer, sich zur weiteren Unterstützung eine Selbsthilfegruppe zu suchen und wenn möglich eine Reha zu machen. Dort haben die Frauen wieder Zeit, zu sich zu finden, und kehren anschließend deutlich gestärkt ins gewohnte Leben zurück.