Die Füße als Spiegel des Körpers
Die Fußreflexzonen-Massage ist eine alternative Behandlungsmethode, die davon ausgeht, dass die Füße den gesamten Organismus reflektieren und über Nervenbahnen mit Organen und Körperteilen verbunden sind. Beispielsweise sind die Zehen mit dem Kopf gekoppelt, der Ballen mit dem Schultergürtel, die Ferse mit dem Beckenraum. Durch gezielten Druck auf diese sogenannten Reflexzonen sollen Beschwerden gelindert werden.
Das bringt eine Fußreflexzonen-Massage
Die Wurzeln der Fußreflexzonen-Massage reichen bis ins alte Ägypten zurück. In ihrer heutigen Form wurde die Methode im 20. Jahrhundert weiterentwickelt. Durch Stimulation der Reflexzonen werden nach traditioneller Vorstellung die Selbstheilungskräfte angeregt, körperliche Beschwerden gelindert und das allgemeine Wohlbefinden gesteigert.
Die Fußreflexzonen-Massage wirkt entspannend und kann Stress reduzieren. Berührung und Massage fördern die Durchblutung, lösen Verspannungen und können das vegetative Nervensystem beeinflussen.
Das sind die wichtigsten Fußreflexzonen
Speziell ausgebildete Fußreflexzonen-Therapeuten sorgen nicht bloß für Entspannung, sondern ermitteln in einer intensiven Untersuchung, wo der Körper Hilfe braucht. Ist die Zone, in der die Ursache der Beschwerden liegt, gefunden, wird gezielt behandelt. Reflexzonen gibt es über 100 verschiedene.
Hier sind die wichtigsten abgebildet:

Effektive Fußreflexzonen-Übungen gegen typische Beschwerden
Doch auch jeder selbst kann zu Hause mit einfachen Massage-Anwendungen Schmerzen und Stress lindern. So geht’s:
1. Bei Kopfschmerzen oder innerer Unruhe
Die Großzehen gelten in der Fußreflexzonen-Therapie als Bezugspunkt für den Kopfbereich. Umfassen Sie einen Großzeh mit Daumen und Zeigefinger. Drücken Sie die Zehenkuppe sanft, aber deutlich, und massieren Sie sie mit kleinen Kreisbewegungen. Arbeiten Sie sich anschließend langsam über das gesamte Großzehengelenk vor. Behandeln Sie beide Füße jeweils etwa eine Minute lang.
2. Bei Nacken- und Schulterverspannungen
Der Bereich direkt unterhalb der Zehen wird traditionell mit Nacken und Schultern in Verbindung gebracht.
Legen Sie beide Daumen quer unter die Zehenansätze und drücken Sie diesen Bereich langsam von der Fußinnenseite zur Außenseite aus. Wiederholen Sie die Bewegung mehrmals mit gleichmäßigem Druck.
3. Zur Unterstützung der Verdauung
Setzen Sie den Daumen in der Mitte der Fußsohle an und führen Sie kleine, kreisende Bewegungen aus. Wandern Sie dabei langsam nach unten Richtung Ferse. Massieren Sie besonders den linken Fuß etwas länger, da dieser Bereich in der Reflexzonentherapie häufig mit Magen und Darm assoziiert wird. Dauer: ein bis zwei Minuten.
4. Bei Stress, Nervosität oder Einschlafproblemen
Der innere Fußrand wird in der Fußreflexzonen-Massage oft zur allgemeinen Beruhigung genutzt. Beginnen Sie an der Innenseite der Ferse und rollen Sie den Daumen langsam und gleichmäßig bis zum Großzehenballen nach oben. Wiederholen Sie diese Bewegung mehrmals in ruhigem Tempo, begleitet von tiefer Atmung.
5. Bei allgemeiner Erschöpfung oder „schweren Beinen“
Die Ferse wird traditionell als stabilisierender, kräftigender Bereich gesehen. Umfassen Sie die Ferse mit beiden Händen und kneten Sie sie sanft, aber gründlich. Alternativ können Sie mit dem Daumen mehrfach ruhig in die Mitte der Ferse drücken und den Druck jeweils einige Sekunden halten.
Die Übungen ersetzen keine ärztliche Behandlung oder Diagnose. Halten die Beschwerden an oder werden stärker, zum Hausarzt gehen.

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