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Ratgeber Gesellschaft

Was kann ich Sinnvolles tun in Zeiten der Coronakrise?

Pflegekräfte, Supermarkt-Angestellte und medizinisches Personal leisteten und leisten immer noch Übermenschliches. Doch was kann man selbst Sinnvolles tun in Zeiten der Coronakrise?

©Pixabay/ StockSnap
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Zeit – das größte Geschenk

Es kann nicht oft genug wiederholt werden: Vorsicht walten zu lassen und Abstand zu halten ist in Zeiten der Coronakrise das oberste Gebot, um eine Ansteckung so gut es geht zu vermeiden.

Machen wir das Beste aus der Zeit, die wir Zuhause verbringen. Hier einige Ideen:

  • Jetzt ist die Zeit, um alten Ballast loszuwerden und achtsam darauf zu achten, was einem wirklich wichtig ist. Vielleicht bietet sich ein großer Hausputz und/ oder eine große Ausmist-Aktion an? Von Kleidung über Pfannen, über diese eine Schublade, in der alles landet oder die Anzahl an „witzigen“ Videos auf Ihrem Handy – nutzen Sie die Zeit, um sich frei zu machen und Ihr Zuhause zu einer wahren Wohlfühloase werden zu lassen.
  • Sie haben schon lange vor, diese eine Fitness-App auszuprobieren, Ihre Fingerfertigkeit beim Gitarre spielen zu üben oder den Aquarell-Malkasten hervorzuholen? Youtube, Pinterest und Co. bieten tolle Kurse, Videos und Schritt-für-Schritt-Anleitungen an.
  • Nutzen Sie doch die Zeit, um sich zu informieren. Sie wollen Ihre Finanzen in Ordnung bringen, einen Golfschein machen oder einen Urlaub planen? Dann ist jetzt die Zeit gekommen, um zu recherchieren und sich gut vorzubereiten. Wer hat das beste Angebot? Wann ist die beste Zeit? Welches Equipment ist wirklich nötig? Was kann ich mir vielleicht leihen? Usw.
  • Genießen Sie die Ruhe. Sehen Sie diese Zeit auch als Chance: Es ist nicht nutzlos, wenn Sie sich und andere schützen, indem Sie Zuhause bleiben. Bleiben Sie gesund, körperlich und geistig. Denn genau damit ist am meisten geholfen: Wenn man denjenigen, die nicht Zuhause bleiben können, Respekt bezeugt und ihnen nicht noch zusätzliche Arbeit beschert.

Neue Wege im Beruf einschlagen

Sie sind noch berufstätig? Dann ist nun möglicherweise die Zeit gekommen, um neue, andere und unkonventionelle Wege einzuschlagen:

  • Möglicherweise ist Home-Office auch über einen längeren Zeitraum (doch) eine Option?
  • Zurück zu den Wurzeln: Nutzen Sie diese Zeit, sich zu erinnern, was Sie (in Ihrem Unternehmen) wirklich erreichen wollen. Was sind die Ziele? Wo stehen Sie aktuell und welche, womöglich ganz neuen, Wege können Sie gehen? Eruieren Sie den Status Quo – und planen Sie neue Projekte in der Zukunft.

Nicht so viel online kaufen…

… sondern lieber Läden in der Umgebung unterstützen:

  • Es gibt mittlerweile viele Läden, die Bestellungen entgegen nehmen oder Gutscheine verkaufen, zum Beispiel hier www.rette-deinen-lieblingsladen.de. Auch Buchhandlungen arbeiten weitgehend hinter verschlossenen Türen und liefern oder stellen Bestellungen vor die Tür.
  • Spenden Sie. Unterstützen Sie eine Aktion, die in Coronazeiten einen Mehrwert leistet, oder eine Organisation, die mit Ihren Werten übereinstimmt. Die Tafel (https://www.tafel.de/) freut sich bspw. auch in Zeiten von Corona über Unterstützung, sei es mittels Geld- oder Sach-Spenden. Auch eine Idee: Geben Sie Tickets von Veranstaltungen nicht zurück, sondern spenden Sie das Geld.
  • Machen Sie einen Kurs! Fitness-Trainer, Musiklehrer und Co. werden erfinderisch und halten Lektionen beispielsweise nun über Skype ab. Testen Sie es doch einfach einmal aus.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Die Enttäuschung ist verständlicherweise groß, wenn ein Urlaub, ein Treffen mit den Enkelkindern oder Geburtstagsfeiern abgesagt werden müssen. Doch: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben – und Sie können damit sogar Gutes tun:

  • Verschieben Sie Ihre Urlaube. Viele Veranstalter und Arbeiter aus der Tourismus-Branche bangen derzeit um die Existenz ihrer Unternehmen. Es kommt eine Zeit nach Corona und Veranstalter und Airlines sind aufgrund der momentanen Lage offen für gebührenfreie Umbuchungen. Also: Verschieben Sie lieber Ihren Urlaub, anstatt diesen abzusagen. Elefanten, der Teller Pasta und gastfreundliche Umarmungen warten geduldig auf Sie.
  • Schmieden Sie Pläne, anstatt dem Lagerkoller anheim zu fallen! Was möchten Sie alles tun, sobald die Krise überstanden ist? Was können Sie kaum erwarten? Bewahren Sie sich die Vorfreude!

Bleiben Sie solidarisch und hilfsbereit

Es ist so schön zu sehen, wie sehr die Menschen in solchen Zeiten zusammenhalten. Nachbarschaftshilfen werden gegründet, Gefälligkeiten erwiesen und helfende Hände ausgestreckt.

  • Erkundigen Sie sich, ob Sie etwas haben, dass jemand anderer gebrauchen kann – vielleicht können Sie Atemmasken nähen oder einen farbenfrohen Pullover stricken? Oder haben ein altes Fahrrad, das Sie nicht mehr benötigen?
  • Gehen Sie, sofern Sie nicht selbst zur Risikogruppe gehören, für andere einkaufen, führen den Hund aus, usw. Mithilfe von Aushängen oder unter gemeinschaft.online, nebenan.de und der Caritas finden Sie weitere Informationen, um Hilfe zu erhalten und anzubieten. Auch die örtlichen Pfarreien können Anlaufstellen bieten.
  • Bleiben Sie in Kontakt mit Ihren Lieben. Rufen Sie die Freundin an, von der sie schon lange nichts mehr gehört haben oder skypen Sie, wenn dies möglich ist.

Und vor allem, bleiben Sie gesund!

Eine erste Bilanz: Was habe ich gemacht?

Momentan werden viele Beschränkungen und Verbote gelockert, in der Hoffnung, dass wir die Corona-Pandemie in Deutschland gut im Griff haben. Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen!

Haben Sie in den vergangenen Wochen vielleicht zum ersten Mal einen Video-Chat mit den Enkel hinbekommen? Oder Online eine Yoga-Stunde besucht? Vielleicht haben Sie auch Masken genäht oder waren für einen Nachbarn einkaufen? Oder Sie stellen fest, dass Sie gar nichts anders gemacht haben/machen mussten als sonst? Auf unserer hübsch gestalteten Checkliste können Sie eine erste persönliche Bilanz dieser ungewöhnlichen letzten Wochen ziehen – hier klicken für den Download.

Letzte Version vom 10. August 2020

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