In der freien Natur zur Ruhe kommen und unsere einzigartige Vogelwelt näher kennenlernen. Wer zum Vogelbeobachter werden will, der findet hier Tipps.

Mit unseren Tipps und etwas Geduld können Sie zum Vogelexperten werden. Und bei der Zähl-Aktion „Stunde der Wintervögel“ mitmachen.

Vom 6. bis 9. Januar 2022 findet zum zwölften Mal die bundesweite „Stunde der Wintervögel“ statt: Der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) und sein bayerischer Partner Landesbund für Vogelschutz (LBV) rufen dazu auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden. Im Mittelpunkt der Aktion stehen vertraute und oft weit verbreitete Vogelarten wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen.
Wie die Teilnahme funktioniert: hier klicken.

Hinschauen und zuhören

Und damit Sie Rotkehlchen, Blaumeise oder Stieglitz auch erkennen, finden Sie hier unsere Wintervögel-Tabelle

Alle, die auch am Gesang unserer Vögel interessiert sind, finden hier 29 Vogelstimmen zum Anhören, von A wie Amsel bis Z wie Zilpzalp.

So gelingt der Einstieg in ein wunderbares Hobby:

  • Lust bekommen. Falls Zweifel am Vorhaben vorhanden sind, zerstreut Autorin Johanna Romberg diese gewiss mit ihrem ebenso informativen wie inspirierenden Buch „Federnlesen“ (Lübbe, 24 Euro).
  • Starten Sie mit einem guten Vogelbestimmungsbuch – etwa „Was fliegt denn da?“ (von Peter Barthel, Kosmos Verlag, 12,99 Euro).
  • Reinhören. Wer spricht hier welche Sprache? Hören Sie in der Küche oder im Auto öfter mal eine CD mit Vogelgesängen (etwa „Vogelstimmen erkennen“ von Andreas Schulze, BLV, 9,99 Euro oder Link unten).
  • Beobachtungsplatz suchen. Ob Balkon, Terrasse, Parkbank oder freie Wildbahn – halten Sie über die nächsten vier Jahreszeiten an diesem Platz fest. So können Sie am besten das saisonale Vogelverhalten (Partnersuche, Nistplatz, Brut, etc.) erkunden.
  • Notizen machen. Halten Sie schriftlich fest, wo und zu welcher Zeit Sie welche Vogelart gesichtet haben. Was hat das Tier gemacht, woher kam es, wohin ist es geflogen? So bekommen Sie schon bald ein Gefühl für die Besonderheiten der einzelnen Arten. Buch-Tipp: „Für den Vogelbeobachter“ (von Kosmos, 14,99 Euro) ist ein schön gestaltetes Notizbuch mit vielen Infos.
  • Fernglas einpacken. Ein Exemplar mit achtfacher Vergrößerung und einem Objektiv-Durchmesser von 30 bis 40 mm ist noch handlich und reicht für den Einstieg.
  • Warm einpacken. Wer unbequem sitzt, nass wird oder friert, verliert schnell die Lust. Warme Kleidung (dicke Socken! Mütze! Handschuhe!) anziehen, die möglichst nicht raschelt. An ein gemütliches, nach unten isolierendes Sitzkissen denken.
  • Geduld haben. Vogelbeobachtung ist nichts für Leute, die schnelle Erfolge brauchen. Wer aber gerne in der Natur ist und schon das Sitzen und Gucken meditativ genießt, könnte hier ein beglückendes Hobby finden – bis irgendwann die Vogelwelt vor dem Fenster aus lauter alten Bekannten besteht.

Damit Sie diese immer dabeihaben: