Das eigene Geld soll Gutes tun. Für Kinder in Armut, für Menschenrechte oder den Naturschutz… Es gibt immer mehr Menschen, die mit ihrem Geld Sinnvolles bewirken wollen.

Wieso uns Geben so glücklich macht und konkrete Beispiele finden Sie in unserer Ausgabe 10/2020.

Sie erhalten diese ab 2.9.20 am Kiosk oder hier online.

Spenden – so geht’s

Spenden eignen sich für all diejenigen, die gezielte Hilfe nach einem Wirbelsturm, einer Hungersnot und anderen humanitären Katastrophen oder einen Beitrag für die Arbeit einer bestimmten Hilfs­organisation leisten wollen. Das kann sowohl einmalig, als auch durch regel­mäßige Zahlungen erfolgen.  Gemeinnützige Vereine oder Organisationen stellen ­­dann eine Spendenquittung aus, die man bei der Steuererklärung einreichen kann.

Seriöse Organisationen erkennt man an einem Spenden­siegel – zum Beispiel vom Deutschen Spendenrat, vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) oder der Initiative Zentrale Zivilgesellschaft (ITZ). Bei kleineren Vereinen und Stiftungen hilft ein Blick in den Jahresbericht, um die Spreu vom Weizen zu trennen.

Der Vorteil beim Spenden: 

  • Auch kleine Summen möglich
  • Keine langfristige Bindung

Der Nachteil beim Spenden:

  • Das Engagement endet mit dem Tod

Unser Tipp:

Zweckgebundene Spenden, z. B. nach einer Überschwemmung, geben Ihnen Sicherheit, dass Ihr Geld genau dort eingesetzt wird, aber für die Organisation engt das die Möglichkeit des Helfens ein. Und es kann passieren, dass zu viel Geld für denselben Zweck gespendet wird, das woanders dringender gebraucht würde.

So vererben Sie richtig

Wer nach seinem Tod eine gemeinnützige Organisation als Erbe einsetzen möchte, muss dies mittels eines Testaments regeln oder einen Erbvertrag aufsetzen lassen. Der Pflichtteil für Ehe- oder eingetragene Lebens­partner, Kinder, Adoptivkinder und Eltern bleibt davon aber unberührt.

Ehepaare können gemeinsam ein Testament aufsetzen und beide unterschreiben. Im Idealfall schreibt einer, der andere fügt an: „Das ist auch mein letzter Wille.“

Wer nur einen bestimmten Teil seines Vermögens (z. B. einen Geldbetrag, ein Haus oder einen Wertgegenstand) einer gemeinnützigen Organisation zugutekommen lassen möchte, muss ein Vermächtnis in seinem Testament aufnehmen. Dann müssen die Erben dafür sorgen, dass die Organi­sa­tion ihren Anteil erhält.

Der Vorteil beim Vererben: 

  • Einfache Abwicklung
  • Für gemeinnützige Organisationen fällt keine Erbschaftssteuer an

Der Nachteil beim Vererben:

  • Ihr Geld tut erst nach Ihrem Tod Gutes

Unser Tipp:

Am besten sprechen Sie rechtzeitig mit Ihrer Familie, wenn Sie eine gemeinnützige Organisation bedenken möchten, damit es keinen Streit um die Pflichtteile gibt.

Das steckt hinter einer Stiftung

Stifter sind in der Regel Menschen, die mit ihrem Vermögen gesellschaftlich etwas bewegen möchten. Das Geld, das der Stifter einbringt, wird gewinnbringend angelegt und nur die erwirtschafteten Überschüsse werden für den Stiftungszweck ausgegeben. Stiftungen, die gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke verfolgen, sind von der Schenkungs- und Erbschaftssteuer befreit.

Gemeinnützige Stiftungen werden vom Finanzamt und der Stiftungsaufsicht kontrolliert. Galten Stiftungen früher „für ewig“, gibt es seit 2013 auch Verbrauchsstiftungen, die für kleinere Vermögen interessant sind. Sie müssen eine Dauer von mindestens zehn Jahren haben, dabei kann das Vermögen verbraucht werden.

Der Vorteil beim Stiften: 

  • Sehr langfristig angelegt
  • Das Vermögen bleibt über den eigenen Tod hinaus bestehen

Der Nachteil beim Stiften:

  • Der Aufwand zur Gründung einer eigenen Stiftung ist hoch
  • Es ist relativ viel Kapital notwendig, um eine nennenswerte Rendite zu erzielen

Unser Tipp:

Sie können einer bestehenden Stiftung zustiften, Ihr Geld kann dann nicht zeitnah verwendet werden, sondern es hilft, das Vermögen der Stiftung zu mehren und höhere Erträge zu erwirtschaften