Jeden Abend um 21:45 Uhr erklärt uns Marietta Slomka im ZDF die Welt. Sie ist die dienstälteste Nachrichten-Chefin im deutschen Fernsehen.

Seit 20 Jahren moderieren Sie das heute journal. Macht der Job süchtig?

SLOMKA: Süchtig nicht, aber er wird auch nie langweilig. Ich empfinde es als ein Privileg, im Fluss des sich ständig ändernden Weltgeschehens zu arbeiten. Wenn im Laufe eines Tages ein Thema hochkocht und ich am Abend den Mann oder die Frau der Stunde dazu interviewen darf, ist das schon besonders.

Sind Sie in solchen Situationen auch etwas nervös?

SLOMKA: Den Druck schüttelt man oft nicht einfach aus den Kleidern, wenn man nach Hause geht. Aber wirklich nervös bin ich nicht – da gibt einem irgendwann auch die Erfahrung Sicherheit und Ruhe. Ich würde eher sagen, dass ich hoch konzentriert bin.

Ihre Art der kritischen Interviewführung trägt inzwischen sogar Ihren Namen: Ein Politiker wird „geslomkat“.

SLOMKA: Ja, das hätte ich mir am Anfang meiner journalistischen Karriere auch nicht träumen lassen. Aber ich nehme das mal als Kompliment.

Während der Pandemie haben Sie sich in ein völlig neues Themengebiet eingearbeitet.

SLOMKA: Absolut. Ich habe – quasi auf dem dritten Bildungsweg – eine Ausbildung zur Laien-Virologin gemacht. Habe mich durch Studien im Original gequält und versucht zu verstehen, wie ein Spike-Protein funktioniert. Auf die Umstände, die dazu führten, hätte ich zwar gerne verzichtet, aber dümmer hat es mich zumindest nicht gemacht.

Das große Interview

Das vollständige Gespräch unserer Autorin Gaby Herzog mit Marietta Slomka finden Sie in der neuen Frau im Leben, Ausgabe 7/21 – ab 2. Juni im Handel oder hier online.

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