Babys und Kleinkindern können es perfekt: Sie fassen alles an und erforschen es in seiner Beschaffenheit. Über das Berühren und Berührtwerden trainieren Kinder Ihr Gehirn. Und das hört im Erwachsenenalter nicht auf. Oft geschieht dies unbewusst, wenn zum Beispiel beim Shoppen Dinge angefasst werden, um die Dicke eines Stoffes, die Glätte eines Materials zu erfassen. Und wenn man sich in Handarbeits- und Hobbyläden umschaut merkt man: Das Interesse daran, mit den Händen etwas zu schaffen, ist groß.

Die Gründe dafür sind vielfältig

  • Handarbeit ist ein toller Ausgleich zum Sitzen im Büro, zum Funktionieren-Müssen, zur Hektik im Alltag.
  • Sie hilft der Psyche; das Nähen an der Maschine nach einem festen Schnittmuster vermittelt das Gefühl von Sicherheit und Kontrolle.
  • Es unterstützt das Gehirn dabei, sich weiterzuentwickeln. Und zwar in jedem Alter. Pädagogen sprechen hier gern von dem Dreieck Verbinden–Lernen–Optimieren
  • Handarbeit stärkt den Gemeinschaftssinn. Wenn man sich nämlich zu mehreren zusammentut, einen Kurs besucht oder einen Nähkreis gründet, bleibt man im Austausch und inspiriert sich gegenseitig.
  • Wer näht, strickt oder häkelt, hält alte Traditionen am Leben und wichtige Fertigkeiten. Viele sind vom Aussterben bedroht, z.B. besondere Arten des Stickens oder das Klöppeln. Spaß macht es auch, den Enkeln diese Fertigkeiten weiterzugeben.
  • Glück – für sich selbst oder zum Verschenken. In den Laden gehen und eine Tasche, eine Buchhülle oder eine Smartphone-Hülle kaufen, kann jeder. Schönes Selbstgemachtes aber ist ein Ja zur Wertschätzung und ein Nein zum Konsum-Terror. Außerdem ist Selbstgemachtes einzigartig und erfüllt den Macher mit Stolz.
  • Man bekommt ein anderes Zeitgefühl und ist weniger hektisch – z.B. wenn man im Wartezimmer beim Arzt oder beim Amt das Strick- oder Häkelzeug dabei hat. So kommt nie mehr Langeweile auf.

Unsere Nähanleitungen