1) Was, wenn ich mit der Frisur unzufrieden bin?

Darüber reden, am besten noch im Salon. Nur wenn die Kundin sagt, dass sie das Rot zu intensiv oder die Locken zu gekräuselt findet, kann der Friseur nachbessern.

Reden ist auch hier das A und O.

2) Ist graues Haar anfälliger für Pannen?

Nicht, wenn ein Profi frisiert. Denn der weiß: Graues Haar ist kräftiger und nimmt die Farbe anders an. Deshalb muss er mehr Farbpigmente in die Masse geben.

Übrigens: Auch bei Dauerwelle gelten andere Regeln.

3) Und wenn die Korrektur fehlschlägt?

Dann die Zahlung verweigern oder den Preis mindern. Nur das, was ich haben möchte und was am Ende stimmt, muss ich bezahlen. Hat die Kundin bereits bezahlt, kann sie nur auf Kulanz hoffen oder einen Gutschein aushandeln – das Geld zurückzahlen muss der Friseur nicht.

Zudem hat die Kundin das Recht zur Selbstvornahme, das heißt: Sie kann in einen anderen Salon gehen und sich dort auf Kosten des Pfusch-Figaros neu frisieren lassen.

Von einer Klage rät unser Experte im Normalfall aber ab: „Sie ist nur sinnvoll, wenn der Friseur gravierende Fehler gemacht hat, eine Farbbehandlung z. B. zum Verlust der Haare führt. Schmerzensgeld gibt’s nur, wenn der Kunde nachweislich Schmerzen erlitten hat.“