Erinnern Sie sich noch? In den 70ern verwandelten sich so mancher Balkon und mancher Garten in ein Färbestudio. Weiße T-Shirts wurden erst zurechtgeschnitten und dann in Farbbäder getaucht. Die Farben waren klassisch Gelb, Rot und Blau, Grün- und Brauntöne waren bei den jungen Leuten sehr beliebt.

Jetzt erlebt die Batik-Technik ein Comeback! Die Materialien sind ökologischer und die Farben leuchtender – aber die Methode funktioniert exakt wie damals. Farben gibt es in Drogeriemärkten oder in Läden für Bastelbedarf. Naturstoffe wie Baumwolle oder Leinen eignen sich besonders gut zum Färben mit der Batik-Technik.

So geht’s

  1. Kleidungsstück ausbreiten. Stelle herauszupfen, die ein kreisrundes Muster bekommen soll. Den Stoff von diesem Punkt aus zwirbeln. Stoffwulst mit Paketband abbinden.
  2. Stofffarben anrühren. Mit der hellsten Farbe beginnen und den Stoffwulst entweder eintauchen oder Streifenweise mit Farbe tränken. Mit anderen Tönen fortfahren, bis der gesamte Stoff gefärbt ist, auch in den kleinen Falten.
  3. In luftdichten Beutel verpacken und 24 Stunden an einen warmen Platz legen.
  4. Erst mit kaltem, dann mit warmem Wasser ausspülen, bis keine Farbe mehr ausläuft.
  5. Kleidungsstück für 2 Stunden in warmes Essigwasser legen – das fixiert die Farbe.
  6. Danach nochmals mit warmem Wasser und 1 TL Feinwaschmittel auswaschen und an der Luft trocknen lassen.

Schon gewusst?

Die Batik-Kunst stammt aus Indonesien und gehört seit 2009 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das Wort Batik bedeutet „mit Wachs schreiben“, da bei der ursprünglichen Färbetechnik die Muster, die entstehen sollten, mit Wachs auf die Stoffe vorgezeichnet wurden.