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Ratgeber Geld & Recht

Weniger Steuern vorauszahlen

Oft verlangt das Finanzamt von Rentnern bei der Einkommensteuer zu hohe Vorauszahlungen. Was tun? Sich schriftlich wehren.

©Tim Reckmann / pixelio.de
©Tim Reckmann / pixelio.de
  1. Wer in Rente ist und mehr als 400 Euro Steuern pro Jahr zahlen muss, bekam mit dem Steuerbescheid einen weiteren Brief des Finanzamts: einen Vorauszahlungsbescheid. Darin legt der Fiskus fest, dass vierteljährlich ein bestimmter Betrag als Vorauszahlung auf die Einkommensteuer 2016 zu zahlen ist.
  2. Beim Berechnen der Vorauszahlungen geht das Finanzamt vom Einkommen aus dem Steuerbescheid 2014 aus. Wer aber weiß, dass die Einkünfte 2016 niedriger ausfallen, sollte reagieren und beantragen, die Höhe der Vorauszahlungen herabzusetzen.
  3. Gründe für ein niedrigeres steuerpflichtiges Einkommen können sein:  Der Ehepartner ist 2016 auch in Rente oder arbeitslos,
    • eine Nebentätigkeit wird aufgegeben,
    • eine Heirat,
    • höhere Abzugsmöglichkeiten, etwa für Hilfen im Haushalt oder außergewöhnliche Belastungen.
  4. Wichtig: Der Vor-auszahlungsbescheid ist ein eigenständiger Bescheid, gegen den man separat Einspruch beim Finanzamt erheben kann. Für diesen
    Antrag gibt es keinerlei Fristen – Sie können ihn praktisch jederzeit stellen.

Einen Musterbrief zum Widerspruch finden Sie hier:

Musterbrief Weniger Steuern vorauszahlen

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