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Der Pflege-Trick: So steigern Rentner ihre Rente

Erst seit Kurzem können auch Ruheständler ihre Rente aufbessern, sobald sie Angehörige zuhause pflegen. Das ist besonders für Paare interessant. Mit einem einfachen Kniff lohnt sich der Dienst am (Lebens-)Partner auch finanziell.

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Wer sich um Angehörige daheim kümmert und selber schon Rente bezieht, erhält dafür zusätzliche Rentenbeiträge gutgeschrieben. Und das funktioniert so:

 

 

  1. Antrag bei der Rentenkasse stellen, wonach man auf ein Prozent Rente verzichten möchte. Dieser vermeintliche Nachteil wird schnell zu einem Vorteil, denn:
  2. So fällt man unter das Flexi-Renten-Gesetz. Und das sieht vor, dass es nur dann zusätzliche Rentenbeiträge gibt, soweit man keine volle Rente bezieht.
  3. Gleichzeitig bei der Pflegekasse die Extra-Rentenbeiträge für die Partner-Pflege beantragen.

Alle Rentner profitieren, kleine Renten besonders

Die Extra-Pflege-Gutschriften wirken wie ein Booster zusammen mit der allgemeinen Rentenerhöhung und machen den anfänglichen Ein-Prozent-Verzicht mehr als wett: Bei einer geringen Rente von 850 Euro monatlich sind so nach vier Jahren und Pflegegrad zwei bereits zehn Prozent mehr Rente möglich. Bei Pflegegrad vier summiert sich der Effekt nach vier Jahren auf fast zwanzig Prozent mehr Rente.

Dabei müssen die Laien-Pfleger zuhause keineswegs alles alleine stemmen und auf die Unterstützung von Profis verzichten: Hilfen wie professionelle Pflegevertretung, Kurzzeitpflege oder teilstationäre Tages- und Nachtpflege kann man trotzdem beanspruchen.

Mehr Tipps zum Pflege-Trick verraten wir in der neuen Ausgabe 11/2018.

 

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