Schon mal was vom RDA-Wert gehört? Er gibt Auskunft darüber, welchen Abrieb eine Zahncreme hat. Für Experten entscheidet der Wert über die Qualität von Zahnpasta.

Die beste Zahnpasta für unsere Zähne

Das kennt jeder: Man steht im Drogeriemarkt vor einem schier unendlichen Regal mit Zahncremes und hat die Qual der Wahl. Welche ist die richtige – eine, die die Zähne weißer macht oder eine, die 12-Stunden-Rundum-Schutz verspricht? Oder doch eine, die so tiefenreinigt wie keine andere? Und was ist mit dem anhaltenden guten Atem?

Zahnärzte raten: Die Wahl der Zahnpasta sollte nicht vom Geschmack, Farbe und Schaumbildung abhängig sein.

Es gibt zwei Kriterien, nach denen man eine Zahnpasta auswählen sollte: Fluorid und RDA-Wert.

Bei Fluorid ist wichtig, dass es überhaupt enthalten ist. Der Mineralstoff, so die Experten, wirkt gleich dreifach gegen Karies: härtet den Zahnschmelz, legt sich wie ein Schutzfilm auf die Zahnoberfläche und hemmt das Wachstum schädlicher Bakterien. Die Hersteller haben verstanden – heute ist in fast allen Zahncremes Fluorid enthalten.

Ebenso wichtig, aber nicht allen Verbrauchern bekannt, ist die Bedeutung des RDA-Wertes der Creme. RDA bedeutet übersetzt „Relative Dentin Abrasion“ (verhältnismäßer Abrieb an den Zähnen) und besagt, wie groß die Putzkörper in der Creme sind und wie gut die Creme den Schmutz abreibt. Je höher der RDA-Wert ist, umso abtragender und schädlicher kann die Zahnpasta für die Zähne sein.

Um langfristig Schäden an der Zahnhartsubstanz und damit die Zahnabnutzung zu vermeiden, dürfen die Putzkörper keine zu starke Abriebkraft haben. Da bei jedem Menschen die Zahnbeschichtung unterschiedlich ist, sollte man mit seinem Zahnarzt abklären, ob man eher einen hohen oder einen niedrigen RDA-Wert benötigt.
Ein guter RDA-Wert, so die Experten, liegt zwischen 35 und 50. Unter 35 entfernt die Creme den Zahnbelag nicht gut genug. Bei RDA-Werten über 70 „schmirgeln“ die Putzkörper den Zahnschmelz ab.

Durchschnittliche RDA-Werte von Zahnpasten

  • RDA-Wert von bis zu 30: geringe Abrasivität, aber auch geringere Reinigungswirkung
  • RDA-Wert von 35 – 50: guter Kompromiss zwischen geringer Abrasivität und Reinigungswirkung
  • RDA-Wert von 50 – 70: etwas höhere Abrasivität bei stärkerer Reinigung
  • RDA-Wert von 70 – 80: mittlere Abrasivität, keinesfalls für den Dauergebrauch
  • RDA-Wert von über 95 – 100: hohe Abrasivität, keinesfalls für den Dauergebrauch
  • RDA-Wert über 250: Gesetzlicher Grenzwert, überaus hohe Abrasivität

 

Diese Zahncremes haben einen angemessenen RDA-Wert (RDA 35 – 50)

  • amin-o-med = RDA 50
  • bioXtra Zahnpasta / Mundtrockenheit = RDA 37
  • Mentadent C Bi-Active = RDA 40
  • Odol med 3 Milchzahn = RDA 40 – 50
  • PEARLS & DENTS Multiplex Zahncreme = RDA 45
  • Sensodyne ProSchmelz = RDA 40
  • Theramed Pasten im Spender = RDA 40 – 50
  • Theramed 2 in 1 = RDA 35-50
  • Theramed 2 in 1 Naturweiss = RDA 48
  • Theramed Junior Paste und 2 in 1 = RDA 30 – 40

(Quelle: Dr. Marc Sven Loose, Zahnarzt in Hamburg)