Damit aus einer Tour keine Qual wird, sollte man einige Dinge beachten, weiß Dr. Jörg Schneider, Gründungsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Berg- und Expeditionsmedizin.

1) Ziele definieren

Wer eine Wanderung plant, sollte sich am besten vorab überlegen, was das Ziel ist: Soll für eine große Alpenüberquerung trainiert werden, oder geht es um einen Tages-Ausflug? Wie schwer wird der Rucksack sein?

„Um sich richtig vorzubereiten, ist es wichtig zu wissen, was einen erwartet“, sagt Mediziner Schneider.

Dazu zählen auch folgende Überlegungen:

  • Gibt es Einkehr-Möglichkeiten unterwegs, oder muss die komplette Tagesverpflegung inklusive Getränke mitgetragen werden?
  • Wie ist der Boden der Gehstrecke beschaffen?
  • Welches Wetter ist angekündigt?

2) Ausdauer trainieren

Eine gute Kondition ist die Basis für jede Wanderung. „Wichtig dafür ist ein regelmäßiges Training“, erklärt Jörg Schneider. Heißt:

Besser kürzere Einheiten mehrmals in der Woche zu absolvieren als nur einmal ein sehr langes Training.

Die körperlich beste Vorbereitung auf eine Wanderung sind Wanderungen. Aber auch Joggen, Nordic Walking, Radfahren oder Schwimmen sind geeignet. „Der Ausdauer-Sport sollte abwechslungsreich sein, damit man dranbleibt. In der Gruppe zu trainieren, motiviert zusätzlich“, so der Mediziner.

Egal, ob Tages-Tour oder einwöchiger Wander-Urlaub: Am besten ist es, wenn man das Ausdauer-Training allmählich steigert. Für vorbereitende Wanderungen gilt: Dauer und Höhenunterschiede variieren, ebenso das Gewicht des Rucksacks steigern. Auch das Einlaufen der Wanderschuhe gehört zu einer optimalen Vorbereitung.

3) Rumpf kräftigen

Um Rückenschmerzen durch das zusätzliche Gewicht des Rucksacks vorzubeugen, empfiehlt es sich, die Rumpf-Muskeln zu trainieren. „Hilfreich ist die Beratung von einem Fitnesstrainer in einem Sportinstitut oder -studio“, rät Mediziner Jörg Schneider.