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Schilddrüse: Neue Methode bei Knoten

Fast 20 % der Menschen in Deutschland haben einen Knoten in der Schilddrüse. Nun gibt für die Entfernung eine wesentlich schonendere Methoder als eine OP.

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Millionen Frauen in Deutschland haben Knoten in der Schilddrüse, die oft herausoperiert oder bestrahlt werden müssen. Doch es gibt ein neues, viel sanfteres Verfahren. plus im Interview mit dem Facharzt für Nuklearmedizin an der Uni-Klinik Frankfurt.

 

 

Professor Korkusuz, Sie behandeln gut- und bösartige Knoten in der Schilddrüse seit kurzem mit einer neuen Methode.

Korkusuz: Ja, wir verwenden hochfokussierten, therapeutischen Ultraschall, die HIFU-Methode. Mit ihr gelingt es, nur das kranke Gewebe so stark zu erhitzen, dass es abstirbt. Der Körper baut es dann in wenigen Tagen ohne Beschwerden ab.

Was sind Vorteile gegenüber bisher?

Korkusuz: Der größte ist wohl, dass die HIFU-Therapie für die Patienten völlig unbelastend ist. Sie kommen weder mit radioaktiven Strahlen in Berührung noch müssen sie operiert werden. Und: nach der Echotherapie muss man in der Regel keine Schilddrüsen-Medikamente nehmen, weil das gesunde Gewebe vollständig erhalten bleibt.

Und wie läuft das neue Verfahren genau ab?

Korkusuz: Die Therapie erfolgt ambulant, manchmal auch stationär und dauert je nach Größe des Knotens nur 20 bis 60 Minuten. Dabei behandelt ein Arzt das erkrankte Areal am Hals mit einem speziellen Ultraschallgerät. Weil das Gewebe dabei heiß wird, bekommt man vorher eine leichte lokale Betäubung gespritzt.

Übernehmen die gesetzlichen Kassen die Kosten?

Korkusuz: Wird man mit der Methode bei uns behandelt, zahlen die Kassen das in der Regel. Sicherheitshalber sollte man aber zuvor mit der Krankenkasse sprechen und sich die Kostenübernahme bestätigen lassen.

Letzte Version vom 4. Oktober 2019

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