Corona und geschlossene Räume

Beim Atmen, Sprechen, Singen, Husten oder Niesen stoßen wir feinste Luftteilchen aus, sogenannte Aerosolpartikel, die dann stundenlang im Raum schweben. Sie können Krankheitserreger übertragen – auch das Corona-Virus, wie wissenschaftlich belegt ist. „Es dauert nur wenige Minuten, dann haben sich Viren aufgrund von Turbulenzen der Raumluft in geschlossenen Zimmern verteilt“, sagt Prof. Christian Kähler vom Institut für Strömungsmechanik und Aerodynamik der Bundeswehr-Universität in München.

Für Räume, in denen sich mehrere fremde Menschen aufhalten, sind mobile Raumluftreiniger daher sinnvoll. Das gilt für Arztpraxen, Büros, Apotheken, aber auch für Schulen und Geschäfte. Solche Geräte können zudem Risikopatienten daheim helfen, wenn häufig Besuch zu ihnen nach Hause kommt.

Zwar hilft regelmäßiges Lüften, die Konzentration der gefährlichen Aerosolpartikel in einem Raum zu senken. Doch das ist nicht immer möglich – zumal nur beim Querlüften ein echter Luftaustausch stattfindet.

Raumluftreiniger – wirklich sinnvoll?

Prof. Christian Kähler hat gerade untersucht, wie gut Raumluftreiniger Erreger in geschlossenen Räumen herausfiltern. „Wir haben ein Profi-Gerät in einem 80 m² großen Zimmer laufen lassen. Je nach Volumenstrom halbierte sich die Virenlast in sechs bis fünfzehn Minuten“, berichtet der Experte. „Wenn sich eine infizierte Person im Raum aufhält, verhindert ein laufendes Gerät, dass eine infektiöse Virenlast entsteht.“

Viele Geräte auf dem Markt, die lediglich Pollen, Staub oder Zigarettenrauch absorbieren, werden mittlerweile als „Virenkiller“ deklariert. „Viren sind jedoch sehr viel kleiner als Blütenpollen“, erklärt der Physiker. Auch Verbraucherschützer warnen davor, Werbeaussagen blind zu vertrauen. Die Geräte können laut Umweltbundesamt nur eine unterstützende Maßnahme sein. Regelmäßiges Lüften mit weit geöffneten Fenstern und das Einhalten der AHA-Regeln – Abstand halten, Hände waschen und Alltagsmaske tragen – sind nach wie vor die besten Möglichkeiten, sich vor einer Ansteckung zu schützen.

Neben Raumluftreinigern gibt es auch spezielle CO2-Sensoren für die Steckdose, die in der Regel unter 50 Euro kosten und über die Luftqualität informieren. Allerdings: „Solche Messgeräte erinnern zwar an das Lüften, aber sie lassen keine Rückschlüsse zwischen Kohlendioxid-Gehalt und der Konzentration von Viren zu“, gibt Prof. Kähler zu bedenken. Er und sein Team konnten durch Tests hingegen zeigen, dass entsprechende Raumluftreiniger selbst unter realen Bedingungen, wenn etwa Möbel rumstehen oder Menschen sich im Zimmer bewegen, vor indirekten Infektionen schützen können.

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