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Intimpflege: So bleibt die Bikini-Zone gesund

Ein nasser Badeanzug und heiße Temperaturen steigern im Sommer das Risiko für Infektionen im Intimbereich. Doch Gynäkologen wissen: Wer auf ein paar Dinge achtet, kann sich schützen.

©Dmitrijs Mihejevs/shutterstock
©Dmitrijs Mihejevs/shutterstock

Unterwäsche aus Synthetik

Synthetische Materialien wie Nylon und Polyester begünstigen nicht nur, dass sich Wärme und Feuchtigkeit stauen, sondern auch, dass die Haut aufscheuert. Dagegen hilft: Unterwäsche aus Naturfasern (z. B. Baumwolle) tragen. Das Material ist besonders saugfähig, gleichzeitig atmungsaktiv und kann hygienisch bei 60 Grad gewaschen werden.

Vermieden werden sollten sehr enge Slips, die können die Schleimhäute wund reiben und krankheitserregende Bakterien haben so leichtes Spiel“, erklärt Prof. Werner Mendling, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe aus Wuppertal. Bei String-Tangas besteht die Gefahr, dass Bakterien aus dem Anal-Bereich in die Vagina gerieben werden.

Starkes Schwitzen

Die meisten Schweißdrüsen sitzen in den Achseln, am Rücken und im Intimbereich. Stauen sich dort Wärme und Feuchtigkeit – etwa durch sehr enge Hosen oder synthetische Unterwäsche – können sich besonders Pilze gut vermehren.

Prof. Werner Mendling rät deshalb: „Beim Sitzen nicht zu lange die Beine übereinanderschlagen, das verstärkt nur die Schweißproduktion.

Gechlortes Wasser

Milchsäure-Bakterien tummeln sich in jeder gesunden Scheide – sie schützen vor Infektionen. Doch gechlortes Wasser zerstört dieses empfindliche Gleichgewicht; denn es trocknet die Haut aus, sodass sich besonders Pilze und schädliche Bakterien gut ausbreiten können.

Prof. Werner Mendling, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, rät deshalb jeder Frau, die im Sommer gerne ins Schwimmbad geht: „Eine fettende, wasser­abweisende Salbe, z. B. Vaseline, schützt während des Badens im gechlorten Wasser vor krank machenden Eindringlingen. Sie bildet eine Schutzschicht auf der Haut, durch die weniger Chlor an die empfindlichen Schleimhäute der Scheide gelangen kann.“

Und nach dem Baden gilt: den Intimbereich kurz mit Leitungswasser auswaschen. Der Münchner Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, Maximilian Franz, hat noch einen wichtigen Hinweis: „Zum Schutz vor Infektionen beim Baden kein Tampon tragen, das bewirkt genau das Gegenteil – der Faden am Tampon zieht Bakterien oder Pilze erst in die Scheide hinein.“

Nasser Badeanzug

Generell lässt Wasser die Schleimhäute an der Scheide aufquellen – das erhöht das Infekt-Risiko. Die feucht-warme Umgebung eines nassen Badeanzugs ist auch für Pilzsporen perfekt, um sich zu vermehren, weiß der Gynäkologe Maximilian Franz. Jede Frau sollte daher nach dem Schwimmen den nassen Badeanzug zügig ausziehen. Auch, um einer Unterkühlung vorzubeugen, die zu einer Blasenentzündung führen kann.

Wieso Sie leicht bekleidet im Sommer nicht mit Haustieren kuscheln sollten, und wie man den Intimbereich außerdem richtig pflegt, lesen Sie in unserer Ausgabe 6/2019. Das Heft können Sie hier online nachbestellen!

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Letzte Version vom 23. September 2019

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