Viele kennen das: Vor allem morgens nach dem Aufstehen knirscht, drückt und schmerzt es in den Gelenken. Besonders in den Kniegelenken – statistisch hat jeder Zweite damit schon mal Probleme gehabt.

Wurden früher von Ärzten häufig Ruhe und Entspannung zur Linderung vorgeschlagen und häufig Schmerzmittel verschrieben, geht die aktuelle Medizin neue Wege: Bewegen ist das A und O gegen Schmerzen und Steifheit in den Gelenken. Fast sechs Millionen Menschen leiden zum Beispiel an Arthrose im Kniegelenk.

Die Symptome

  • Anlaufschmerzen, beispielsweise morgens nach dem Aufstehen oder wenn man länger gesessen hat.
  • Gelegentliche Schmerzen, wenn man das Gelenk belastet. Dadurch beginnt man zu hinken, etwa wenn man längere Strecken wandert oder läuft.
  • Eingeschränkte Beweglichkeit des Gelenks, zum Beispiel fällt es schwer, sich bei der Gartenarbeit hinzuknien.

Und das hilft

Dank individueller Sport-Programme, die auf jeden Patienten speziell zugeschnitten sind, kann in vielen Fällen das Fortschreiten der Arthrose eingedämmt werden und Schmerzen genommen werden:

  • Zu Beginn verschreiben Ärzte ca. 8 Mal Physiotherapie, verteilt auf vier bis acht Wochen. Dabei werden verkürzte Muskeln gedehnt, das Knie schrittweise mobilisiert.
  • Danach werden Muskeln rund ums Knie gezielt gestärkt, damit sie das Gelenk besser führen und stärke Belastungen abfangen können.
  • Auf Dauer heißt es, täglich maßvoll bewegen, z. B. jeden Tag 20, besser 30 Minuten Spazieren gehen, Radfahren. Auch Alltag für zusätzliche Bewegung nutzen, Treppen steigen statt Fahrstuhl fahren.

Die Folge des Bewegungsprogramms: weniger Schmerzmittel und ein großes Stück Lebensqualität.