Auch gesunde Hände sollten beweglich gehalten werden

Hand aufs Herz: Geht es Ihnen nicht auch mitunter so, dass sich die Hände steif und unbeweglich anfühlen? Gerade im Winter, wenn man sich generell weniger bewegt, ist dies zu beobachten. Orthopäden und Ergotherapeuten raten darum zur Handgymnastik.

Jeden Tag fünf Minuten reichen schon aus, um Finger und Handgelenke geschmeidig zu halten.

Ein prima dafür: der Putty Ball – in Deutschland Thera-Ball genannt. Dies ist ein kleiner, mit Knetmasse gefüllter Ball, mit dem man viele verschiedene Übungen machen kann.

Hilfreich ist dies nicht nur im Krankheitsfall, wenn man längere Zeit unbeweglicher war und zum Beispiel durch Grippe Ruhe halten musste. Seit Experten auf gezielte Hand-Übungen z.B. auch für Schlaganfall-Patienten setzen, ist das Bewusstsein gewachsen, dass auch Gesunde mehr für die Beweglichkeit ihrer Hände tun sollten. Sei es, weil zu wenig mit den Händen getan wird, zu viel – z. B. durch Gartenarbeit – oder zu einseitig, z.B. durch langes Handarbeiten.

Mit dem Thera-Ball macht es Spaß, immer wieder eine Arbeitspause einzulegen und die Hände mit Übungen zu entlasten. Und das tut nicht nur den Händen gut, sondern dem gesamten Körper. Durch Hand-Übungen kommt der Kreislauf in Schwung, außerdem werden Arme und Wirbelsäule automatisch mittrainiert. Ganz zu schweigen davon, dass dies auch ein achtsamer Moment sein kann, in dem der Körper Stress abbauen und wieder zu sich kommen kann.

Thera- oder Putty-Bälle kann man übers Internet bestellen. Alternativ geht es auch mit den Anti-Stress-Bällen aus der Apotheke oder dem Drogeriemarkt.

Unsere Übungen für die Beweglichkeit der Hände

  • Nehmen Sie den Ball in Ihre Hand, spreizen Sie den Daumen ab und drücken Sie den Ball langsam, aber so fest wie möglich in ihre Handfläche. 10-mal wiederholen. Hand ausschütteln, dann mit der anderen Hand üben.
  • Nehmen Sie den Ball auf Ihre Fingerspitzen, zwicken Sie ihn und versuchen Sie, ihn immer wieder in seine runde Form zurück zu formen. 10-mal wiederholen. Hand ausschütteln, dann mit der anderen Hand üben.
  • Nehmen Sie den Ball und greifen ihn mit der ganzen Hand langsam so fest, wie Sie können. Locker lassen, 10-mal wiederholen. Hand ausschütteln, dann mit der anderen Hand üben.
  • Strecken Sie Ihre Finger aus und versuchen Sie, den Ball langsam in Ihren Daumen zu drücken. 10-mal wiederholen. Hand ausschütteln, dann mit der anderen Hand üben.
  • Rollen Sie den Ball in Ihrem Handballen langsam hin und her und drücken Sie ihn nacheinander in jedem Zwischenraum Ihrer Finger. Danach mit der anderen Hand üben.

Hilfe beim Karpaltunnel-Syndrom


Kribbeln oder Taubheitsgefühle sind Anzeichen für ein Karpaltunnel-Syndrom. Vor allem Frauen ab 50 Jahren haben oft einen eingeklemmten Nerv im Handgelenk. Doch es gibt gute Therapien und auch eine Operation ist relativ unkompliziert. Lesen Sie alles dazu in der neuen Frau im Leben. Die Ausgabe 8/21 ist ab 7. Juli 2021 am Kiosk oder hier online erhältlich.