Der Darm vollbringt jeden Tag unseres Lebens Höchstleistungen. Unsere Experten erklären womit Sie Ihrem Darm helfen können. Die Dos und Dont's.

Etwa ein Drittel der Gesamtbevölkerung in Deutschland und etwa jeder Vierte über 60 hat zeitweise Verstopfung. Die Gründe:

  • Stress – vor allem morgens ist es unproduktiv, wenn man den Stuhlgang unterdrückt, denn der Dickdarm ist zwischen 5 – 9 Uhr in der Früh am aktivsten.
  • Nebenwirkungen von Medikamenten, z. B. Schmerzmitteln, Bluthochdruck-Präparaten – eine Rücksprache beim Facharzt, einem Gastroenterologen, kann aufklären.
  • Hormonelle Störungen, etwa eine Schilddrüsenunterfunktion.
  • Zu wenig Schlaf.

Der häufigste Grund für einen trägen Darm und Verstopfung ist jedoch die falsche Ernährung: zu fettig, zu wenige Ballaststoffe, zu viel Zucker. Deshalb haben wir für Sie eine Übersicht erstellt, welche Lebensmittel Sie essen sollten und welche eher meiden:

Das liebt der Darm

  • Sauerkraut, die darin enthaltenen Milchsäure-Bakterien sind mit gesunden Darmbakterien eng verwandt. Zu leckeren Saukerkraut-Rezepten geht’s hier.
  • Pellkartoffeln enthalten viel resistente Stärke, die Darmbakterien lieben und sie gedeihen lässt.
  • Kurkuma stimuliert die Produktion von Verdauungssäften und hilft dem Darm so bei der Arbeit.
  • Bio-Milch liefert spezielle Linolsäuren, die vor Darmkrebs schützen.
  • Zwiebeln, Knoblauch und würzig schmeckende Substanzen wirken natürlich gegen schädliche Bakterien.

Wie die Darmflora vor Allergien schützt


Unsere Darmbakterien sind nicht nur für die Verdauung zuständig, sondern indirekt für den ganzen Körper. Wenn nämlich die Darmflora nicht intakt ist, kann das zu Nies-Attacken, Atemnot und tränenden Augen führen. In Frau im Leben erklären wir, wie man auch ohne Medikamente seine guten Bakterien unterstützt. Die Ausgabe 4/22 können Sie hier online nachbestellen

Darauf verzichten Sie lieber

  • Grillfleisch, denn ist es verbrannt, enthält es schädliche PAKs (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe), die Darmkrebs fördern.
  • Gepökeltes, etwa Wurst oder Käse erhöhen wegen gesundheitsschädlicher Stoffe wie Nitrosaminen das Krebs-Risiko von Magen & Darm.
  • Rohe Eier enthalten oft Salmonellen, die gefährliche Magen-Darm-Infekte verursachen.
  • Sehr Scharfes wie Chilis und Peperoni reizen bei empfindlichen Menschen die Schleimhäute.
  • Alkohol, vor allem hochprozentiger Schnaps lässt die Gänge der Bauchspeicheldrüse verkalken und verursacht schmerzhafte Koliken.

Das richtige Essverhalten

  • Kauen Sie jeden Bissen mind. 20-30 Mal – das erleichtert dem Darm die Arbeit.
  • Die Portionsgröße einer Mahlzeit sollte maximal doppelt so groß sein wie die eigene Faust.
  • Trinken Sie viel (1,5-2 Liter/Tag). 30 Minuten vor und nach einer Mahlzeit sowie dazwischen jedoch sollten Sie dem Magen eine Pause gönnen, so kann er besser arbeiten.

Verdacht auf Unverträglichkeit? Ernährungstagebuch herunterladen

Ein Ernährungstagebuch hilft Ihnen, Gewohnheiten zu erkennen und kann auf eventuelle Unverträglichkeiten hinweisen.

Die beste Sitzposition beim Stuhlgang

  • Die Füße auf eine ca. 20 Meter hohe Ablage stellen (z.B. kleiner Schemel, Bücherstapel)
  • Oberkörper und Beine bilden nun einen ca. 35-Grad-Winkel – so entspannt der Beckenbodenmuskel optimal und das Entleeren des Darms wird erleichtert.
  • In der tiefen Hochposition muss zudem weniger stark gepresst werden. Das verhindert Risse an der Darmschleimhaut und auch Hämorrhoiden.

Weitere Darm-Infos haben wir hier für Sie gesammelt.