Tränende Augen, Nies-Attacken und eine triefende Nase: Etwa zwölf Millionen Menschen in Deutschland haben eine Pollenallergie. Experten verraten, welche sanften Methoden helfen

Die Nase mit Salz spülen

Wer regelmäßig Nasenspülungen mit Salz macht, lindert die Beschwerden einer Allergie gegen Pollen, aber auch gegen Hausstaub. „Nasenduschen lösen den Schleim, befeuchten die Schleimhäute und helfen, die Einnahme anti-allergischer Mittel zu reduzieren“, sagt der Allergologe Prof. Karl-Christian Bergmann von der Berliner Charité. Besonders zu empfehlen sind isotonische Kochsalzlösungen.

Gründlich saugen und wischen

Pollen finden leider auch über Kleidung, Schuhe oder Taschen einen Weg ins Haus. Hier hilft nur: Böden regelmäßig feucht wischen, am besten mit einem Mikrofaser-Wischer, und staubsaugen. Bei der Wahl des Geräts kommt es auf ein hohes Staubrückhaltevermögen an und einen Hepa-Filter (mindestens Stufe 13, besser 14). Er verhindert, dass beim Saugen große Mengen an Staubpartikeln und Allergenen wieder in die Raumluft gelangen.

Individuell essen

Menschen, die auf Birke, Erle oder Haselnuss allergisch sind, entwickeln oft auch eine Nahrungsmittelunverträglichkeit. „Diese sogenannte Kreuzreaktion macht sich etwa durch ein Kribbeln im Mund oder einer juckenden Zunge bemerkbar, wenn man in einen Apfel beißt“, erklärt die Ökotrophologin Sonja Lämmel. Die Symptome können das ganze Jahr auftreten – unabhängig von der Pollen-Saison. Eine individuelle Ernährungs-Therapie klärt ab, welche Lebensmittel eine Kreuzreaktion auslösen. Die meisten Kassen bezuschussen die Therapie (Infos unter allergie-wegweiser.de).

Weitere sinnvolle Maßnahmen

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Höheres Covid-19-Risiko durch Pollenflug?

Pollen können die körpereigene Immunabwehr der Schleimhäute hemmen, das haben frühere Studien bereits gezeigt. Steigt also bei starkem Pollenflug das Risiko, sich mit dem Corona-Virus zu infizieren? Lesen Sie hier weiter!

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