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Schokolade tut gut

Vor allem dunkle Schokolade genießt bei Experten einen sehr guten Ruf. Aber auch Milchschokolade ist – in Maßen – erlaubt. Unser Schoko-Guide.

 Foto: Africa Studio / ©shutterstock
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Ist Schokolade gesund?

Es sind die Flavonoide im Kakao, die dunkle, ungesüßte Schokolade so gesund machen. Wissenschaftler hatten schon früher herausgefunden, dass die Wirkung dunkler Schokolade Ähnlichkeiten mit der Wirkung von Aspirin aufweist. Die in Aspirin enthaltene Acetylsalicylsäure sorgt für eine schwächere Blutgerinnung und senkt dadurch das Risiko eines Herzinfarkts erheblich. Flavonoide sind ähnlich wirkende sekundäre Pflanzenstoffe, die zum Beispiel auch in Gemüse, Obst, grünem Tee und sogar Wein enthalten sind.

Dass dunkle Schokolade das menschliche Blut-Kreislauf-System anregt und die Arterien bei ihrer Arbeit unterstützt, fanden amerikanische Kardiologen bei einer weiteren Studie heraus. Dafür teilten sie Testpersonen in drei Gruppen auf: Eine aß täglich 100 Gramm dunkle Schokolade ohne Zucker, eine andere aß zuckerhaltige schwarze Schokolade und die dritte Gruppe erhielt ein Ersatzprodukt. Untersucht wurde, wie sich vor und nach dem Schokoladenkonsum die Hauptarterie ausdehnte. Das tut sie, damit mehr Blut hindurchlaufen kann. Bei den Probanden mit der dunklen Schokolade ohne Zucker dehnte sich die Arterie am stärksten aus. Bei den Testpersonen, die das Ersatzprodukt bekommen hatten, dehnte sich die Arterie am wenigsten aus.

Unser Rezept für Schokoladenkuchen – Eine kleine Sünde wert

So gesund Bitterschokolade im Vergleich auch ist: ab und zu, so die Wissenschaftler, spreche nichts gegen ein gelegentliches Naschen von Milchschokolade. Denn der in ihr enthaltene Zucker lasse das Belohnungssystem im Körper anspringen und erzeuge so ein Wohlgefühl. Dies entstehe aber nur dann, wenn man es mit dem Konsum nicht übertreibt. Denn Schokolade liefert bekanntermaßen eben auch viel Fett und Kalorien. Maximal 20 Gramm pro Tag seien eine gute Richtlinie, so die Experten. Das entspricht einem durchschnittlichen Riegel einer 100-Gramm-Tafel.

Doch nicht nur Schokolade zum „Snacken“, sondern auch Schokoladenkuchen ist echtes Seelenfutter, das ab und zu mal sein darf. Gerade jetzt, wenn es langsam kälter wird und die Abende etwas kühler, haben wir wieder Lust auf ein kleines Kaffeekränzchen mit Kuchen.

Saftig und herrlich aromatisch mögen wir unseren Kuchen. Das Rezept für unseren liebsten Schokoladenkuchen verraten wir hier.

Und weitere Schokoladen-Rezepte gibt es in der neuen Ausgabe 11/2018.

Backen mit Schokolade – Unsere Tipps

  • Sie wollen Kakaopulver gegen Schokolade tauschen? Dann den Zucker um den Teil reduzieren, der in der Schokolade enthalten ist – bei 100g Schokolade mit 70% Kakaoanteil sind beispielsweise etwa 30g Zucker enthalten
  • für Schokoraspel die Schokolade am besten vorher kurz in den Kühlschrank stellen – dann lässt sie sich besser verarbeiten und schmilzt nicht so schnell unter den Händen weg
  • es muss nicht immer Hightech-Backzubehör sein: für kleine Mengen Schokolade zum Verzieren eignet sich auch ein Gefrierbeutel, gefüllt mit klein gehackter Schokolade – im heißen Wasserbad schmilzt sie dann ganz schnell und wenn man dann noch eine Ecke des Beutels abschneidet, kann man auch schon mit dem Verzieren starten
  • Der Geschmack von Schokolade im Gebäck wird noch intensiver, wenn man etwas Espressopulver mit in den Teig gibt
  • Für den Guss die Schokolade richtig temperieren, denn sonst wird sie nicht fest und/oder grau – dafür am besten mit Fett (wie Kokosfett oder Butter) im Verhältnis 2:1 (Schoko:Fett) arbeiten
  • Schokolade muss nicht zwingend im Wasserbad geschmolzen werden – auch mit der Mikrowelle geht das gut: dafür einfach Stücke klein hacken und einige Durchgänge für etwa 20 Sekunden bei mittlerer Wattzahl erhitzen – dabei umrühren zwischendurch nicht vergessen
  • beim Anschneiden des Kuchens das Messer vorher kurz unter heißes Wasser halten, dann bricht der Guss beim Schneiden nicht

 

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