Jedes Jahr werfen wir in Deutschland rund 12 Millionen Tonnen Lebensmittel in den Müll. Das entspricht etwa 75 Kilogramm pro Kopf. Und dabei landet nicht nur Ungenießbares in der Tonne, sondern auch vieles, was man noch gut verwerten könnte – zum Beispiel Kohlblätter oder Süßartoffelschalen. „Zero Waste“, also „Null Abfall“, nehmen sich deshalb immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher vor.

Und vielleicht sind auch unsere leckeren „Alles verwerten“-Rezepte etwas für Sie? Wir wünschen gutes Gelingen und guten Appetit.

Blumenkohlblatt-Gemüse mit Quinoa

©Martin Zink

Die Blätter des Blumenkohls sind köstlich und enthalten wie der Blumenkohl großartige Nährstoffe. Es wäre also schade, wenn wir diese Blätter aus Unwissenheit wegwerfen. Sie können zu Suppe, Spinat oder wie hier zu einer Gemüsepfanne verarbeitet werden.

Zutaten (für 2 Personen)

  • Blumenkohlblätter
  • 1 Zwiebel
  • 2 frische Knoblauchzehen
  • 2 – 3 Möhren
  • 1 Paprikaschote (rot oder gelb)
  • 2 – 3 EL Tomatenmark
  • 150 – 200 ml Gemüsefond oder -brühe
  • Steinsalz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 1 EL Zitronensaft
  • 150 g gekochte Quinoa (ersatzweise gekochter Buchweizen oder Reis)

Zubereitung (Zubereitungszeit ca. 20 Minuten)
1. Die Blätter des Blumenkohls waschen und abtropfen lassen. Den Strunk der Blätter in der Mitte durchschneiden, dann die Blätter in feine Streifen schneiden.
2. Zwiebel, Knoblauch und Möhren schälen und in kleine Würfel schneiden. Paprika waschen, entkernen und in Würfel oder Streifen schneiden.
3. In einer Pfanne 100 ml Wasser erwärmen, die Zwiebel und den Knoblauch darin 2 Minuten köcheln lassen, dann die Kohlblätter, die Möhren und die Paprika dazugeben unåd weitere 2 Minuten köcheln lassen. Das Tomatenmark in die Pfanne geben und mit Gemüsefond oder – brühe nach und nach aufgießen. Mit Steinsalz und Pfeffer abschmecken, den Zitronensaft hinzufügen und bei schwacher Hitze weitere 5 Minuten schmoren.
4. Nun die vorgekochte Quinoa unterheben. Die Gemüsepfanne kann als Hauptgericht oder als Beilage gegessen werden und eignet sich hervorragend auch fürs Meal Prep und für die Lunchbox.

Hübsche Deko aus Tetrapacks

Tetrapacks sind wasserdicht und können – schön gestaltet – prima als Vasen dienen. In unserem Downloadbereich haben wir dazu einige DYI-Ideen für Sie, hier klicken!

Kohlrabi-Blätter als Spinat

©Martin Zink

Die immer unterschätzten und verschmähten Kohlrabiblätter bekommen hier die Möglichkeit, ihren Geschmack und ihre Nährstoffe an uns weiterzugeben.

Zutaten (für 2 Personen)

je nach Menge der Blätter am besten von 2–3 Kohlrabi

  • 1–2 Zwiebeln
  • Pflanzenöl
  • Steinsalz
  • 3 EL Mandelmus oder eine andere Nusspaste
  • Pfeffer aus der Mühle

 

Zubereitung (Zubereitunszeit ca. 10 Minuten)
1. Kohlrabiblätter waschen und in feine Streifen schneiden. Die Zwiebeln schälen und in feine Würfel schneiden, dann in einer Pfanne mit wenig Öl andünsten, bis sie glasig sind. Mit etwas Wasser, es sollte nur der Pfannenboden bedeckt sein, ablöschen. Wenn das Wasser köchelt, den Kohlrabispinat dazugeben, 2 bis 3 Minuten unter Rühren köcheln lassen und mit Salz würzen.
2. Das Mandelmus in einem Marmeladenglas mit der dreifachen Menge, also 9 EL lauwarmem Wasser, anrühren und mit verschlossenem Deckel gut schütteln. Zum Kohlrabispinat geben und unterrühren. Mit Salz und frischem Pfeffer abschmecken.

Knusprige Chips aus der Süßkartoffelschale

©Martin Zink

Zutaten

  • Schalen der Süßkartoffel
  • Olivenöl
  • Steinsalz
  • Paprikapulver (wer mag)

Zubereitung (Zubereitunszeit ca. 1 Stunde)
1. Die Schalen der Süßkartoffel in eine Schüssel geben und mit Olivenöl beträufeln. Mit Steinsalz und/ oder nach Belieben Paprikapulver würzen und alles gründlich miteinander vermengen. Den Backofen auf 160°C (Umluft) vorheizen.
2. Die Süßkartoffelschalen auf einem Backblech verteilen, sie sollten einzeln liegen. Etwa 10 bis 15 Minuten im Ofen backen, den Ofen ausschalten und die Chips noch 30 bis 40 Minuten im Ofen bei geschlossener Tür auskühlen lassen.
3. Für die Backzeit ist auch immer die Dicke der Schalenstücke verantwortlich, je dünner, desto schneller sind die Chips knusprig.
4. Selbstverständlich können auch Chips aus der Süßkartoffel selbst gemacht werden, dazu einfach mit dem Sparschäler dünne Scheiben von der Süßkartoffel herunterschneiden und genau wie beschrieben zu Chips verarbeiten.

Die drei Rezepte haben wir mit freundlicher Genehmigung dem „Alles-verwenden-Kochbuch“ von Andrea Sokol entnommen (ZS Verlag, Euro) entnommen. Darin stellt die erfolgreiche Youtuberin die Zero-Waste-Küche vor und zeigt Koch-Ideen mit Dingen, die wir viel zu schnell wegwerfen.

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