Weitere Internetseiten von Bayard-Media:
Ratgeber Backen

Gesündere Plätzchen – Unsere liebsten Rezepte

Wer sich aus gesundheitlichen oder ethischen Gründen bspw. vegan ernähren möchte, der muss nicht auf den guten Geschmack verzichten. Das beweisen unsere leckeren Plätzchen-Rezepte.

© Pinkyone/ shutterstock
© Pinkyone/ shutterstock

Unsere veganen Plätzchen-Rezepte

Ob große Plätzchen-Klassiker, kinderleichte Rezepte, um mit den Enkeln zu backen oder ganz besondere Plätzchen, die vegan, gluten- oder zuckerfrei sind: in unserem Sonderheft Daheim aus der Ausgabe 12/2019 geht es in der Weihnachtsbäckerei hoch her.

Drei leckere vegane Plätzchen-Rezepte haben wir außerdem hier für Sie parat:

  • Schoko-Orangen-Herzen
  • Husarenkrapfen mit Johannisbeer-Konfitüre
  • Schoko-Lebkuchen mit Goji-Beeren und Mandeln

Schoko-Orangen-Herzen (vegan)
(Für 50 Stück, ca.)

Zubereitungszeit: 45 min
Kühlzeit ca.: 30 min
Backzeit ca.: 15 min
Schwierigkeitsgrad: mittel

Zutaten:
2 Bio-Orangen, 60 g Zucker, 150 g Mehl, 1 TL Backpulver, 2 EL Kakaopulver, 100 g gemahlene Mandeln, 75 g brauner Zucker, 150 g Pflanzenmargarine, 2 EL Karamellsirup, Mehl zum Arbeiten, 200 g Zartbitterkuvertüre

Zubereitung:
Die Orangen heiß waschen, trocken tupfen und die Schale in feinen Zesten abziehen. Etwas Saft auspressen. Die Zesten mit dem Zucker im Blitzhacker zerkleinern. Etwa die Hälfte vom Orangen-Zucker zum Garnieren beiseitelegen. Den Rest in einer Schüssel mit dem Mehl, Backpulver, Kakao, den Mandeln und dem braunen Zucker vermischen. Die Margarine und den Sirup zugeben und alles zu Krümeln verarbeiten. Auf bemehlter Arbeitsfläche mit den Händen rasch zu einem glatten Teig verkneten. Dabei nach Bedarf etwas Orangensaft ergänzen. Zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie gewickelt ca. 30 Minuten kaltstellen.
Den Ofen auf 170°C Unter- und Oberhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
Den Teig auf bemehlter Arbeitsfläche ca. 4 mm dünn auswellen und Herzen ausstechen. Alle Plätzchen auf das Blech legen und im Ofen 10-15 Minuten backen. Die Plätzchen vom Blech nehmen und auskühlen lassen.
Zum Verzieren die Kuvertüre hacken und schmelzen lassen. In feinen Linien über die Herzen träufeln und mit dem Orangenzucker bestreut trocknen lassen.

Husarenkrapfen auf Kuchengitter (vegan)
(Für 45 Stück, ca.)

Zubereitungszeit: 30 min
Kühlzeit ca.: 30 min
Backzeit ca.: 15 min
Schwierigkeitsgrad: mittel

Zutaten:
250 g Mehl, 50 g Mandelmehl, 120 g Puderzucker, 1 TL Backpulver, 1 Prise Salz, 150 g Pflanzenmargarine, ca. 200 g Johannisbeerkonfitüre, 2 EL Rum

Zubereitung:
Das Mehl mit den Mandelmehl, dem Puderzucker und Backpulver in eine Schüssel sieben. Mit dem Salz, der Margarine und 2-3 EL kaltem Wasser zu einem glatten Teig verkneten. Zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie gewickelt ca. 30 Minuten kaltstellen.
Den Ofen auf 170°C Unter- und Oberhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
Vom Teig kleine Portionen abnehmen und zu Kugeln formen. Auf das Blech setzen, leicht flach drücken und mit dem Daumen eine Mulde eindrücken. Im Ofen ca. 10-15 Minuten lichtgelb backen.
Die Marmelade mit dem Rum erwärmen und durch ein Sieb streichen. Die Plätzchen mit dem Papier vom Blech ziehen und mit der Marmelade füllen. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Schokolebkuchen mit Gojibeeren und Mandeln (vegan)
(Für 20 Stück, ca.)

Zubereitungszeit: 45 min
Kühlzeit ca.: 15 min
Backzeit ca.: 25 min
Schwierigkeitsgrad: mittel

Zutaten:
150 g gemahlene Mandeln, 2 EL Mehl, 100 g gemahlene Haselnüsse, 75 g gehackte Walnüsse, 1 TL Lebkuchengewürz, 1 TL Natron, 40 g Orangeat, 40 g Zitronat, 100 g Marzipanrohmasse, 4 EL Rum, 100 ml Orangensaft, 2 EL Agavendicksaft, ca. 20 Backoblaten, ca. 70 mm Durchmesser

Zum Verzieren:
200 g Zartbitterkuvertüre, vegan, 1 EL Kokosfett, 40 g gehackte Mandeln, 50 g getrocknete Gojibeeren

Zubereitung:
Die Mandeln mit dem Mehl, den Haselnüssen, Walnüssen, Lebkuchengewürz und Natron in einer Schüssel vermischen. Das Orangeat und Zitronat fein hacken und zugeben. Das Marzipan klein würfeln und in ein Schälchen geben. In einem Topf den Rum mit dem Orangensaft erhitzen und über das Marzipan gießen. Glattrühren und mit dem Agavendicksaft zur Mehl-Nuss-Mischung geben. Alles gut vermengen und ca. 15 Minuten abgedeckt kaltstellen. Sollte die Masse zu fest oder zu weich sein, Wasser oder Mehl ergänzen.
Den Ofen auf 160°C Unter- und Oberhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Oblaten darauflegen. Die Lebkuchenmasse auf die Oblaten setzen (je ca. 1 EL) und mit einer feuchten Palette oder einem Löffel glattstreichen. Etwa 25 Minuten backen. Vom Blech nehmen und auskühlen lassen.
Zum Verzieren die Kuvertüre hacken und mit dem Kokosfett schmelzen lassen. Die Lebkuchen damit glasieren, mit den Mandeln und Gojibeeren verzieren und trocknen lassen.

©StockFood / Kati Neudert

Unsere Rezepte für gesündere Weihnachtsplätzchen

Weihnachtsplätzchen gehören einfach zur Adventszeit dazu. Leuchtende Kerzen auf dem Adventskranz, eine Tasse dampfend heißen Glühweins und kleine Naschereien tragen nicht unerheblich zur besonderen Stimmung in der Weihnachtszeit bei. Wenn nur die Kekse nicht immer solche Kaloriensünden wären…

Doch wir wissen Abhilfe beim Backen: Ein bisschen mehr Zimt, ein wenig mehr Quark und etwas weniger Eigelb, ein paar mehr Walnüsse – und schon werden Makronen, Spritzgebäck, Zimtsterne, Spitzbuben, Sandgebäck oder Früchtebrot kleine Fitnesswunder, die das Herz stärken, dem Darm helfen, Rheuma lindern und den Blutzucker sowie Cholesterinspiegel senken.

Welche Zutaten Sie genau für unsere deutlich gesünderen Weihnachtsplätzchen benötigen, zeigen unsere Rezepte, die Sie hier als PDF abrufen können.

Und diese Rezepte erwarten Sie:

  • Gesündere Zimtsterne
  • Gesünderes Spritzgebäck
  • Gesündere Makronen
  • Gesündere Nuss-Plätzchen
  • Gesündere Spitzbuben
  • Gesünderes Früchtebrot

So kann Weihnachten kommen.

Nachgefragt: So bleibt Kuvertüre wirklich glänzend

In 5 Schritten zur perfekten Kuvertüre: Wir haben bei Konditormeister Eberhard Schell (66) von der Schokoladenmanufaktur Schell nachgefragt, wie es geht, damit die Schoko-Glasur unserer Weihnachtsplätzchen und -kuchen besonders hübsch glänzend wird.

So geht’s:

  1. Erwärmen: Gesamte Kuvertüre fein hacken, dann 60 % davon im Wasserbad auf circa 48 Grad erwärmen. Wasserbad nur simmern lassen, um die Dampfbildung zu minimieren. Das Schokoladengefäß sollte höher sein als der Wassertopf, damit kein Wasser hinein spritzen kann. Denn gute Schokolade gerinnt beim Zusatz von Flüssigkeiten. Aus dem Wasserbad nehmen, restliche Kuvertüre einrühren, auf 25 °C abkühlen lassen. Jetzt vorsichtig auf 33 (nie über 34,5!) Grad erwärmen und verarbeiten.
  2. Umgebung: Die Umgebungstemperatur sollte mindesten 12 Grad unter der Schokoladen- Temperatur liegen: Die Küche darf also bei einer Kuvertüren-Temperatur von 33 Grad nicht über 21 Grad warm sein. Zur Lagerung werden 18-21 Grad empfohlen, idealerweise kühl und trocken.
  3. Kuvertüre auftragen: Das Gebäck muss vollständig ausgekühlt sein, bevor die Kuvertüre aufgetragen wird. Das geht mit Messer, Pinsel oder Palette. Tunken klappt oft am besten.
  4. Kauf: Unbedingt gute Kuvertüre verwenden, keine Fettglasur. Die beste Schokolade kommt aus Südamerika, sie macht allerdings nur 15 % der Welternte aus. 70 % des Kakaos stammen aus Ghana oder der Elfenbeinküste und sind meist weder fair noch gut. Entscheidend ist auch, ob ein Kakao gut fermentiert wurde. Heute werden vielleicht noch 20 % der Weltproduktion richtig fermentiert.
  5. Lagerung: Kuvertüre nie im Kühlschrank lagern, da gute Schokolade Kakaobutter enthält und diese fremde Aromen sofort aufnimmt. Außerdem ist es im Kühlschrank zu kalt. Schokolade sollte lagern wie guter Wein aber in trockener Umgebung zwischen 18 und 21 Grad.

 

Letzte Version vom 15. November 2019

Das könnte Sie auch interessieren:

Kommentare sind geschlossen.