Es gibt mehrere digitale Anwendungen, die – auf dem Handy installiert – vor Unwettern, anderen Naturkatastrophen oder auch Terroranschlägen warnen. Wir stellen zwei Apps vor und zeigen, was die Programme können und wo ihre Grenzen sind.

NINA

Die Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ist die am weitesten verbreitete Katastrophen-Warn-App in Deutschland. Für Warnungen bei Unwetter oder Hochwasser sind die Bundesländer zuständig, sie geben eigenständig Meldungen über NINA heraus. In vielen Bundesländern warnt NINA auch vor kleineren Ereignissen wie etwa vor der Entschärfung von Weltkriegsbomben. Gut: Sie können einstellen, aber welcher Gefahrenstufe Sie informiert werden möchten.
In der NINA-App erhalten Sie außerdem aktuelle Informationen zur Corona-Pandemie, zum Beispiel über Vorsichtsmaßnahmen an Ihrem aktuellen Standort.

Katwarn

Diese Smartphone-App wurde vom Fraunhofer-Institut Fokus im Auftrag der öffentlichen Versicherer entwickelt und gibt bundesweite Warnungen des Deutschen Wetterdienstes heraus, aber auch regionale Meldungen. Bis zu acht Postleitzahlen-Gebiete kann man festlegen und für diese dann im Ernstfall Warnungen erhalten. Darüber hinaus verschickt Katwarn auch Meldungen des Modularen Warnsystems (MoWaS) des Bundes bei „nationalen Gefahrenlagen“, etwa möglichen Terroranschlägen. Katwarn bietet außerdem Themen-Abos an, zum Beispiel für Produktrückrufe.
Gut: Über katretter.de können sich freiwillige Ersthelfer registrieren und werden informiert, wenn in ihrer Nähe Hilfe gebraucht wird.

Die Wetterwarnungen bekommen beide Apps vom Deutschen Wetterdienst. Gewarnt werden Nutzerinnen und Nutzer per Push-Nachricht und Alarmton.

Apps nur Teil des Warnsystems

Nachteil aller Handy-Apps: Sie brauchen ein funktionierendes Mobilfunknetz und die Telefone brauchen Strom für ihre Akkus. Und beides gab es zum Beispiel in den Katastrophengebieten an der Ahr schnell nicht mehr, sodass die digitalen Warn-Meldungen nur noch wenige Menschen erreichten.

Meldungen per App sollten daher nur als ein Teil des Warnsystems angesehen werden, als sinnvolle Ergänzung zu Warnungen per Sirene, Polizei-Durchsagen, Fernsehen oder Radio. Um im Katastrophenfall auf dem Laufenden zu bleiben, empfiehlt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe den Bürgern, sich ein batteriebetriebenes UKW-Radiogerät anzuschaffen.

Warnwetter

Wer lediglich über das Wetter Bescheid wissen möchte, dem genügt Warnwetter, der App des Deutschen Wetterdienstes. Sie warnt zum Beispiel bei Glatteis oder Sturm und informiert ausführlich über das aktuelle Wetter in Deutschland.

Alle Apps gibt es kostenlos für Android und iOS.

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